theaterleben

ich bin so traurig.
mein leben lang schon.
da ist soviel, was ich nicht bin.
was ich nur so scheine zu sein.
was ich mir angeeignet habe
durch die jahrelange proben.
es ist keine probe - das stück wird bereits gespielt.
ich spiele meine rolle so gut.
wer würde nur ahnen...
dass ich zerbreche...
tränen trocknen.

 

 

das herz weint weiter...

4.2.07 23:01, kommentieren

impressionen eines ausfluges der kleinen drogenprinzessin ins reich der horrortrips

...war da was?
-lauschen-
was war da?

in den schatten,
an den wänden, auf dem boden,
im wäschefass, im schrank,
in jeder kleinsten ecke
lauert die gefahr.

sobald die dunkelheit eintrifft,
gerät alles außer kontrolle.
sie schleicht sich ein,
frisst das licht,
bringt schlechte dinge mit in die einst helle welt.

eine bewegung - zusammenzucken-
eine berührung - SCHREIEN-
angst. angst. panische angst.
eine umarmung - tief einatmen-
in ihren armen - sich wohlfühlen
und keine angst mehr haben-

meine seele löst sich langsam von meinem körper ab,
will da raus.

ich nehme meinen körper nicht mehr wirklich wahr.
ich sehe ihn, aber gehört er auch zu mir?
er fühlt sich so weit weg an...

meine seele will hier raus
und es gibt einfach nichts,
was ich dagegen tun könnte.
angst, immer angst.

jede gasse, jeder dunkle weg,
jede dunkle bushaltestelle
- panisch umschauen.
herzrasen. kopfkino. rennen.

dabei nicht den blick nach hinten verlieren
und nach links und rechts und vorne
und da hinter den bäumen

alles wahrnehmen wollen.
viel zu viel wahrnehmen.

man wird erdrückt,
erdrückt von der dunkelheit,
erdrückt von der eigenen wahrnehmung.

man nimmt einfach zuviel wahr
und fällt in eine gier,
immer mehr
und einfach alles
wahrnehmen zu wollen.

aber eigentlich bringt es einen um.
um den schlaf,
um einen freien kopf,
ja, um den verstand..

ich stehe auf der grenze.
zwischen leben und überleben.

die dunkelheit hat schon einen teil
von meinem körper übernommen,
sich einfach eingenisstet,
wie läuse und milben
in alten, verbrauchten sofas.

ich hasse meinen körper.
ich hasse mein leben.

ich will nicht auf die dunkle seite
und alles zieht mich dort hin.

nur SIE ist stärker...
nur unsere liebe ist stärker
als die dunkelheit.

darum geht es mir eigentlich
gar nicht so schlecht.

SIE ist jemand besonderes,
auch wenn sie es manchmal
gar nicht sein will.

SIE ist mein ruhepunkt.
in ihren armen fühle ich mich warm
und geborgen
und geliebt
und verliebt.

eigentlich liebe ich mein leben...

2.2.07 18:56, kommentieren

musik ist leben

ich höre die musik
und dann werde ich die musik
oder bin schon die musik

laufe so
spreche so
lache so
tanze so
streite so
liebe so
sehne mich so
hasse so
zerbreche so
lebe so

 

 

2.2.07 18:50, kommentieren